Wenn die Kräfte der Natur arbeiten, dann bleibt kein Stein auf dem anderen – höchstens manchmal einer auf einer Erdsäule. Dann entstehen kuriose Erdpyramiden, auf dem Ritten gleich an drei Orten – in Unterinn, Lengmoos und Oberbozen. Deren Geschichte es wert, erzählt zu werden.

Damit Erdpyramiden überhaupt entstehen können, braucht es relativ loses Erdreich, das mit großen Steinblöcken durchsetzt ist. Und viel, viel Zeit. Im Laufe von Jahrtausenden wäscht der Regen das lose Erdreich aus, das Wasser schwemmt das Material weg, die Erdschicht wird langsam abgetragen. Nur die Felsblöcke in der Erde wirken da und dort wie ein überdimensionaler Regenschirm. Sie schützen das darunter liegende Erdreich vor dem Regen und während rund um sie herum die Erde verschwindet, bleiben kuriose Erdsäulen zurück. So lange übrigens, bis der Stein auf ihrer Spitze sich dort nicht mehr hält und zu Boden fällt. Dann stehen auch die Erdpyramiden buchstäblich im Regen und zerfallen.

Ein Ausflug zu den Erdpyramiden ist einer in die Geologie

Unseren Ausflug in die Geologie kann und sollte man auf dem Ritten durchaus mit realen Ausflügen verknüpfen, denn die Erdpyramiden sind hier an allen drei Orten sehenswert. In Unterinn scheinen sie mitten aus einem Wald zu wachsen, in Oberbozen kann man sie aus nächster Nähe betrachten und jene in Lengmoos bilden den kuriosen Vordergrund eines einzigartig spektakulären Dolomitenpanorama.

Weil man auf dem Ritten um die Schönheit der Erdpyramiden weiß, hat man den so genannten Erdpyramidenweg angelegt, auf dem man sie hautnah erleben kann. Zudem sind sie auch für jene gut zu erreichen, die nicht ganz so mobil sind: jene von Oberbozen liegen unweit der Bergstation der Rittner Seilbahn, jene von Lengmoos sind (fast) mit der Rittner Schmalspurbahn erreichbar.

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